Taucherbrillen für Kinder

Auch Kinder können in diese faszinierenden Unterwasserwelten eintauchen

Tauchen erfreut sich als Freizeitsportart einer immer höheren Beliebtheit. Die Zahlen der Tauchschüler steigen jährlich. Besonders in den bekannten Urlaubsorten am Meer ist ein gutes und differenziertes Angebot von Tauchschulen zu finden. Wenn die Eltern den Tauchsport für sich entdeckt haben, was liegt da näher, als auch den Nachwuchs langsam und dem Alter entsprechend an diesen vielseitigen und spannenden Sport heranzuführen?
 

Die Ausrüstung ist entscheidend für den Spaßfaktor

Jeder Erwachsene benötigt für das Tauchen oder Schnorcheln eine einwandfreie Ausrüstung. Das gleiche gilt natürlich auch für Kinder. Besonderes, fast sprichwörtliches Augenmerk, ist auf die richtige Auswahl einer Tauchmaske für Kinder zu legen. Die Maske muss kindgerechte Ausmaße haben. Die Auswahl ist wie im Erwachsenensektor groß, aber auch nötig. Kopfformen unterscheiden sich ebenso bei Kindern und eine Tauchmaske muss immer einwandfrei sitzen, damit kein Wasser eindringt, weil dies Tauch- und Schnorchelspaß erheblich mindert. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass dieser Ausrüstungsgegenstand bedingt durch das Wachstum der Kinder in regelmäßigen Abständen auf den Sitz überprüft und gegebenenfalls auch neu angeschafft werden muss.
Auch bei anderen Ausrüstungsgegenständen für das Kindertauchen gibt es ein paar Tipps zu berücksichtigen, die auf folgenden Seiten erklärt werden.

Tauchsport im Urlaub entdecken

So wie die meisten Eltern oftmals im Urlaub tauchen oder schnorcheln, entdecken auch die Kurzen ihre Freude im Wasser meist im Urlaub. Wenn es über das Schnorcheln an Riffen oder Küsten hinausgeht, sollte man grundsätzlich den Richtlinien der bekannten Tauchverbände Folge leisten, die aufgrund ihrer Erfahrung und medizinischen Daten Empfehlungen für das geeignete Alter aussprechen. Auch sollte vor dem Spaß auf jeden Fall ein Taucharzt zurate gezogen werden, der im Vorfeld einen gründlichen Check durchführt. Eine gute Tauchschule, die mit erfahrenen Tauchlehrern zusammenarbeitet, die bereits den Umgang mit Kindern gewohnt sind, ist ebenfalls wünschenswert. Wer aber ein paar Punkte berücksichtigt und sich im Vorfeld mit der Theorie beschäftigt, wird sicherlich eine Menge Spaß beim gemeinsamen Hobby haben und kann die Unterwasserwelt entdecken.

Schnorchel für Kinder

Ein Schnorchel ist in vielen Situationen sehr nützlich und gehört praktisch zur Grundausstattung eines Tauchers, ob Kind oder Erwachsener, das macht keinen Unterschied. Was jedoch einen Unterschied macht, ist die Ausführung des Schnorchels, denn hier sind gewisse Dinge zu beachten.

Die Verwendung des Schnorchels

Jeder Taucher kennt die Situation, dass beim Einstieg die Wasseroberfläche rau ist. Selbst wenn die Tarierjacke voll belüftet ist, bleibt es meist nicht aus, dass Wellen über einen brechen und die Gefahr besteht, dass Wasser geschluckt wird. Damit man nicht bereits unnötig Luft verbraucht, wenn man über das Atemgerät die Flaschenluft nutzt, ist der Schnorchel ein unentbehrliches Hilfsmittel. Er gibt Spielraum nach oben, dient als Spritzwasserschutz gegen versehentliches Schlucken von Wasser und erleichtert so die Zeit bis zum Abtauchen enorm.

Ein Schnorchel wird natürlich nicht nur für das Tauchen genutzt, sondern eben auch für das Schnorcheln, d.h. die Erkundung einer flachen Wasserwelt mit Flossen, Brille und eben Schnorchel. Man bezeichnet dies auch als ABC Set, welches keine weiteren Bestandteile einer Tauchausrüstung beinhaltet.

Wo liegt der Unterschied?

Schnorchel für Kinder und Erwachsene unterscheiden sich in einem sehr wesentlichen Merkmal: dem Volumen des Schnorchels. Kinderschnorchel besitzen einen geringeren Durchmesser und sind oft ein wenig kürzer als vergleichbare Modelle für Erwachsene. Der Grund ist einfach. Kinder besitzen hinsichtlich des Wachstums ein noch viel geringeres Lungenvolumen als Erwachsene. Ein Schnorchel muss regelmäßig ausgeblasen werden, falls nicht ein Ventil vorhanden ist, welches sich beim Abtauchen schließt. Dies kann Schwierigkeiten bereiten, wenn Kinder Schnorchel für Erwachsene nutzen. Auch die so bezeichnete Pendelatmung stellt ein Problem dar. In einem zu großen Schnorcheln, hier am Beispiel Erwachsenenschnorchel für Kinder, kann das anfallende Kohlendioxid der Luft beim Ausatmen nicht genügend schnell entweichen und verbleibt als Rest im Schnorchel, was die Gefahr einer Kohlendioxidvergiftung nach sich zieht. Gerade wenn der Schnorchel über einen längeren Zeitraum genutzt wird, wie dies beim Schnorcheln, aber auch beim Warten an der Oberfläche mit Schnorchel im Mund geschehen kann, ist die Gefahr besonders groß. Ein entsprechender Schnorchel, der auf Kinder zugeschnitten ist, ist daher ein unabdingbarer Bestandteil der Ausrüstung.

Tipps zur Zusammenstellung der Schnorchelausrüstung

Viele Kinder machen ihre ersten Unterwassererfahrungen beim Schnorcheln und haben riesigen Spaß dabei, die neue Welt zu entdecken. Beim Atmen mit Schnorchel sammelt man bereits erste Erfahrungen, wie es später sein wird, mit einem Atemregler Unterwasser zu atmen. Beim gelegentlichen Abtauchen unter die Oberfläche bekommen die Kinder ein erstes Gefühl für die Bewegung unter Wasser und die neuen räumlichen Eindrücke. Schnorcheln ist die ideale Vorbereitung auf spätere Tauchkurse. Die erste Angst ist meist schon genommen und das Interesse auf jeden Fall geweckt.

Schnorchelausrüstung für Kinder

Schnorchelsets bestehen aus Maske, Schnorchel und Flossen und je nach Wassertemperatur ist auch ein Neoprenanzug erforderlich. Auswahl und Preisklassen der Schnorchelsets sind groß. Für die ersten Versuche muss es nicht unbedingt gleich die teuerste Ausrüstung sein. Was jedoch unbedingte Voraussetzung ist, ist die Passgenauigkeit der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Eine Brille, die nicht richtig sitzt, ein falscher Schnorchel und drückende oder scheuernde Flossen sind nicht nur gefährlich, sondern trüben auch recht schnell den Spaß. Und genau das ist es ja nicht, was man will.

Tipps zur richtigen Auswahl von Brille und Schnorchel sind hier in anderen Kapiteln zu finden. Wer übrigens vermeiden will, dass die Brille Unterwasser beschlägt, nutzt den herkömmlichen Trick in die Brille zu spucken und sie danach gründlich auszuwaschen. Im Pool hilft auch ein wenig Babyshampoo.

Was die Flossen angeht, gibt es ein Problem. Kinderfüße wachsen schnell. Der Markt hat hier entsprechend reagiert und bietet größenverstellbare Flossen an. Mit einem um die Ferse laufenden Gummiband wird die Flosse am Fuß gehalten und ist hier auch in der Größe verstellbar.

Aber auch die herkömmlichen Modelle zum Reinschlüpfen sind nach Schuhgrößen sortiert vorhanden. Wenn die Flosse am Fuß sitzt, gibt es einen einfachen Test die Passgenauigkeit zu prüfen. Mit der Flosse hebt man die Ferse und stellt sich nur auf den Fußballen. Sitzt die Flosse gut, rutscht die Ferse nicht heraus. Andernfalls besteht während des Schnorchels immer das Problem, dass die Flosse schnell verloren gehen kann.

Was brauche ich zum Tauchen?

Wer Auge in Auge mit den Fischen sein möchte und nicht unbedingt ein Aquarium besucht, benötigt eine entsprechende Tauchausrüstung. In vielen Tauchschulen, besonders in den bekannten Urlaubsorten mit Tauchplätzen, kann man sich oftmals für eine entsprechende Gebühr eine Ausrüstung ausleihen. Passprobleme, Qualität, Hygiene und das Vertrauen in eine eigene, gepflegte und gewartete Ausrüstung sind aber oftmals Argumente, die für einen Kauf der eigenen Ausrüstung sprechen. Besonders gilt dies, wenn man regelmäßig taucht.

Von Kopf bis Fuß auf das Tauchen eingestellt

Marken und Auswahl sind vielfältig und in unterschiedlichen Preisklassen vorhanden. Wer oft nur in warmen Gewässern taucht, die um die 28°C liegen, kommt meist mit einem so bezeichneten “Shorty” aus. Ein dünner Neoprenanzug mit kurzem Arm und Bein. Wird das Wasser kälter, geht man zu einem langen Anzug über, der in der Materialstärke variieren kann. Das persönliche Empfinden und die Neigung zum Frieren ist in jedem Fall Betracht zu ziehen. Hinzu kommen eine Kapuze, Schuhe und Handbedeckungen. Bei Kindern sollte man aus physiologischen Gründen eher zu einer wärmeren Ausführung tendieren.

Eine Maske mit Schnorchel sollte vor dem Kauf getestet werden. Besonders die Maske muss gut sitzen und sollte mit der entsprechenden Prüfung im Trockenen ausprobiert werden. Es gibt unterschiedliche Formen, die je nach Vorliebe genutzt werden können. Der Schnorchel sitzt im linken Bereich der Maske, da das Atemgerät von rechts genutzt wird.

Die Tarierjacke ist das nächste wichtige Ausrüstungsstück. In erster Linie wird mit ihr durch Befüllen und Ablassen der Luft eine neutrale Tarierung unter Wasser erzielt. Aber sie dient auch dazu, weitere Ausrüstungsgegenstände an Clips, Ösen und Taschen zu befestigen. Einige Jacken verfügen über integriertes Blei, welches zur Beschwerung dient. Ob man auf den herkömmlichen Bleigürtel oder aber dieses System zurückgreift, bleibt jedem Selbst überlassen. Das Atemregler Set stellt zum einen die Verbindung von Flasche zur Tarierjacke, zur Instrumentenkonsole mit Tiefenmesser und Druckanzeiger her, zum anderen durch den Atemregler und die Notluftversorgung auch zum Taucher selbst, der aus diesem Gerät seine Luft unter Wasser bezieht. Die Modelle der Flossen sind ebenso vielfältig und müssen auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Grundsätzlich unterscheidet man Flossen, die man barfuß oder aber mit einem Tauchschuh trägt, was vor allem in kühleren Gewässern gewährleistet werden muss. Ein Tauchcomputer rundet bei erfahrenen Tauchern die Ausrüstung ab. Bleigürtel und natürlich die mit Pressluft gefüllte Flasche erhält man bei den Tauchschulen vor Ort.